Der Weg zum Hackathon in Alpbach

Manchmal beginnt eine große Reise mit einer kleinen Nachricht.

Da sind wir also, im Zug zurück von Alpbach. Bevor wir wieder in die „normale“ Welt eintauchen, nehme ich mir Zeit, um all das, was in den letzten Tagen passiert ist, überhaupt zu realisieren.

Im Bus nach Wörgl habe ich Diane Szauer dafür gedankt, dass wir hier waren, denn ohne sie wären wir niemals in Alpbach gelandet.Während ich das sage, frage ich mich plötzlich: Wann hat diese Reise eigentlich begonnen? Nicht vor vier Tagen, mit unserer Bewerbung, oder mit dem Hackathon, sondern im November 2024.

Damals haben wir – Yvonne, Nora, Diane und ich aus dem MADITA-Vorstand – etwas sehr Einfaches gemacht: Wir haben um Hilfe gebeten.
Für unseren Circle of Joy 2025 brauchten wir Unterstützung. Wir haben es einmal im Newsletter erwähnt und Diane hat sich nach dem lesen sofort bei uns gemeldet.Sie wollte sich schon länger für Frauen engagieren und unser Aufruf kam genau zur richtigen Zeit.

Eine Nachricht - Eine kleine Geste.

Niemand von uns hätte damals gedacht, dass sie 1,5 Jahre später dazu führen würde, dass wir gemeinsam vier Tage in Alpbach verbringen. Diane unterstützte uns beim Eventmanagement für den Circle of Joy und wir brachten gemeinsam ein unglaubliches Event über die Bühne. Danach gingen wir als Team essen, feierten, was wir gemeinsam geschafft hatten, und Diane erzählte uns, dass sie sich gerne noch mehr engagieren würde.

Dann kam das Leben dazwischen. Aus privaten Gründen war dieser Plan erst einmal nicht möglich und das war okay. Es folgte keine Enttäuschung, kein Druck, oder „Aber du hast doch gesagt …“, es blieb einfach die Verbindung.

Anfang 2026 meldete sich Diane wieder, mit der erfreulichen Nachricht, dass sie jetzt wieder mehr mithelfen könnte.

Bei RISE! 2026 war sie wieder als Volunteer dabei und es war ein großes gemeinsames Erlebnis. Wieder haben wir danach zusammengesessen und gefeiert. Es gab weiterhin eine Verbindung, aber noch immer kein gemeinsames Projekt.

Und dann geht Diane zu einer Netzwerkveranstaltung, trifft Matthias Strolz und erzählt ihm von MADITA. Er erzählt ihr von einem Hackathon in Alpbach rund um Financial Literacy, Frauen und AI.

Diane denkt sich: „Na, da wird MADITA bestimmt nichts haben.“, aber sie schreibt mir trotzdem. Was sie nicht wusste: Wir hatten in der Zwischenzeit herVOICE school entwickelt, welches unser Peer-Mentoring-Programm für Mädchen ab 14 ist.

Und es passte - Ziemlich genau sogar.

Diane leitete unser Projekt weiter und wir wurden mit acht anderen Projekten tatsächlich ausgewählt.

Danach begann die Arbeit: Growth Challenge entwickeln, Meetings. Abstimmungen, Dokumente überarbeiten, Online-Pitches und Termine koordinieren.

Irgendwann wurde aus dieser kleinen Nachricht aus dem Jänner 2025 tatsächlich Realität.

Diane und ich fuhren nach Alpbach. Vier Tage später, mit 10 Expert:innen, 9 Projekte, 4 Tage und 3 Pitches fuhren wir mit mit einem Scheck über 5.000 Euro zurück. Jetzt sitzen wir wieder im Zug nach Hause und sind vorallem eines: Erschöpft und gleichzeitig erfüllt mit einem ziemlich vollen Herzen. Denn ja, die 5.000 Euro helfen uns, die nächste Idee für herVOICE school Realität werden zu lassen.

Aber das ist nicht das Einzige, was wir aus Alpbach mitnehmen. Wir nehmen Begegnungen mit, die bleiben, Gespräche, die etwas ausgelöst haben und Kontakte, von denen wir vor vier Tagen noch nicht einmal wussten, dass wir sie einmal haben würden.

Und ich nehme noch etwas mit: DANKE, Diane. Danke, dass du damals unseren Newsletter gelesen hast. Danke, dass du nicht nur gedacht hast: „Das klingt nett.”, sondern geschrieben hast: „Ich helfe euch.“

Ohne diese eine kleine Nachricht hätte ich diese vier Tage nicht erlebt und MADITA hätte heute nicht die Möglichkeiten, die wir nach diesen vier Tagen haben. Vielleicht ist genau das die eigentliche Geschichte von Alpbach.

Verbindung zahlt sich aus. Immer.

Genauso wie absichtsloses Geben auch. Immer.

Wer weiß, wohin eine kleine Nachricht 1,5 Jahre später führen kann.


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