Das Fundament, das wir bauen, bevor wir wissen, wofür wir es brauchen
Mittlerweile sind wir im MADITA Team alle Mamas und ber eines sind wir uns einig: Wir sind das liebend gerne, aber Mama sein ist manchmal ganz schön anstrengend.
Bereits mit Kleinkindern lernst du dich nur nicht zu früh darüber zu freuen, dass gerade alles rund läuft, denn die nächste Phase kommt bestimmt. Das zieht sich weiter durch die Schulzeit, hinein in die Pubertät und kaum glaubt man, man hätte es geschafft, stehen plötzlich Studienwahl, Berufswünsche, oder andere große Lebensentscheidungen vor der Tür.
Sorgen gibt es genug, genauso wie graue Haare und trotzdem sind wir uns über noch etwas einig:
Selten im Leben haben wir so viel und schnell über uns selbst, unsere Muster, Geduld im allgemeinen,
Grenzen (vor allem unsere eigenen), Kontrollverlust und darüber, wie resilient wir sein können, gelernt.
Ich persönlich habe vor allem eines gelernt: Prioritäten zu setzen und den Blick auf das Wesentliche zu lenken.
In einem Buch habe ich einmal gelesen:
„Wenn deine Kinder zwölf Jahre alt sind, hast du bereits die Hälfte der Zeit, die du mit ihnen verbringen wirst, schon verbracht.“
Dieser Satz ist geblieben, denn plötzlich wird klar, dass es darum geht ein Fundament zu bauen - Nicht perfekt, aber tragfähig.
Ein Fundament aus Haltung, Werten und Beziehung, für eine Zukunft, die wir noch gar nicht kennen.
Wir wissen nicht,
was unsere Kinder in der Zukunft erwartet,
welche Berufe entstehen werden,
welche Krisen kommen,
welche Fähigkeiten sie einmal brauchen werden,
und trotzdem bauen wir, Ziegel für Ziegel, Gespräch für Gespräch, an Hand von echte Begegnungen, Wiederholungen, Vorleben was wir mitgeben möchten und einem ehrlichen Miteinander.
Das ist mit ein Grund, warum Elternschaft und Community so viel gemeinsam haben, denn Communities baut man auch nicht erst dann, wenn man sie dringend braucht. Man baut sie davor, pflegt Beziehungen, schafft Vertrauen, investiert Zeit, obwohl der konkrete Nutzen noch gar nicht sichtbar ist. Weil man weiß, dass irgendwann der Moment kommt, in dem man ein tragfähiges Fundament braucht.
Viktor E. Frankl schrieb einmal sinngemäß, dass Menschsein immer auf etwas ausgerichtet ist, das größer ist als man selbst. Vielleicht ist Elternschaft genau das und vielleicht gilt das auch für echte Communities.